Gute Luft im Haus – der Luftentfeuchter


Was genau ist ein Luftentfeuchter überhaupt?

Immer wieder hört man den Begriff. Doch viele Menschen wissen gar nicht, was genau das überhaupt ist und wie dieses Gerät funktioniert. In vielen Räumen kann die Luftfeuchtigkeit zu hoch sein, beispielsweise im Keller, im Badezimmer, in der Waschküche oder im Wintergarten. Oft riecht es modrig und Gardinen, Handtücher und andere Textilien fühlen sich klamm an. Luftentfeuchter sorgen dafür, dass die Luftfeuchtigkeit in diesen Räumen genau richtig ist. Ansonsten kann es zur Bildung von Schimmelpilz kommen und dann ist das Gebäude und vor allem auch Ihre Gesundheit gefährdet. Außerdem werden diese Geräte in Neubauten zur Trocknung des Estrichs, Betons und Putzes genutzt.

Welche Arten von Luftentfeuchtern gibt es?

Eigentlich gibt es zwei Arten von Luftentfeuchtern. Das eine Modell ist ein tragbares Gerät ohne Installationsaufwand, es kann bequem von einem Raum in den Nächsten getragen werden und bei Nichtgebrauch im Schrank oder im Keller verstaut werden. Außerdem gibt es noch einen Luftentfeuchter, der an der Wand dauerhaft angebracht wird. Dieser eignet sich für Räume, die dauerhaft feucht und somit sehr anfällig sind – zum Beispiel das Bad oder Waschräume.

Wie funktionieren diese Geräte?

Es gibt drei grundsätzliche Methoden, nach denen die Luftentfeuchter arbeiten. 1. Die Kondensation, also die Kühlung der Luft mit Wasserausscheidung. 2. Die Absorption in Flüssigkeiten, welche hygroskopisch sind. 3. Die Adsorption des Dampfes mithilfe eines Adsorptionsmittels.
Bei der Luftkühlung mit einer Wasserausscheidung wird die Lufttemperatur mit einem sehr kalten Kühlmittel so stark gemindert, dass sich das Wasser aus der Luft sozusagen ausscheidet. Dazu werden beispielsweise Brunnenwasser oder Leitungswasser verwendet, es kann aber auch eine direkte Kühlung mit verschiedensten Kältemitteln erfolgen.

Bei dem Absorptions-Verfahren verdünnt der Wasserdampf hygroskopische Flüssigkeiten, dies sind meistens wässrige Salzlösungen wie Lithiumchlorid. Dabei nimmt die Wasserdampfaufnahme mit steigender Konzentration des Wasserdampfes in der Luft zu. Also steigt die Konzentration des Wasserdampfes mit steigendem Druck und sinkender Temperatur. Die hygroskopischen Flüssigkeiten müssen regeneriert werden, das geschieht durch die Erwärmung der Luft.
Bei der Luftentfeuchtung durch die Adsorption lagert sich der Wasserdampf an der Oberfläche des Adsorbers – dies ist ein fester Körper mit Poren sehr kleiner Abmessung – an. Dies ist wiederum abhängig von der Wasserdampfkonzentration der Luft sowie der Temperatur. Mittels heißer Luft erfolgt die Regenerierung und nach der Abkühlung können Sie das Sorptionsmittel erneut verwenden. Bei diesem Verfahren wird normalerweise Kieselgel verwendet, welches bis zu 90 Prozent aus Siliciumoxid besteht.

Erwerben kann man Luftentfeuchter in Baumärkten und natürlich im Internet. Wenn Sie die Geräte aber nicht dauerhaft benötigen, kann das Mieten in Fachmärkten eine günstigere Alternative darstellen.

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